Landesgruppe Sachsen-Anhalt der DVJJ

Die DVJJ Landesgruppe Sachsen-Anhalt veranstaltet mindestens einmal im Jahr eine Tagung für alle Interessierten aus dem Bundesland. Zielgruppe sind insbesondere Fachkräfte aus dem Bereich Justiz, Polizei und Jugendhilfe. Gemeinsam mit Fachreferent*innen aus verschiedenen Disziplinen wird umfassend bspw. über Entwicklungen in Jugendkulturen, sozialen Lebenswelten der Jugendlichen oder auch über neuste Erkenntnisse der psychosozialen Entwicklung von Jugendlichen informiert und diskutiert.

Darüber hinaus werden spezielle Weiterbildungsangebote für Jugendrichter*innen und die Jugendstaatsanwaltschaft angeboten. Eine Ausweitung dieses Angebots auf Jugendsachbearbeitende der Polizei und Vertretende der Jugendhilfe im Strafverfahren ist geplant.

Die Satzung der LG Sachsen-Anhalt finden sie hier in der aktuellen Fassung.

Die DVJJ und ihre Landes- bzw. Regionalgruppen finanzieren sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die Gelder werden für die Organisation von Fachtagungen verwendet sowie für die Unterstützung von Initiativen und Projekten, die sich der Jugendkriminalität und der damit verbunden rechtlichen und rechtstatsächlichen Fragen widmen. Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung.

Spendenkonto

DVJJ Landesgruppe Sachsen-Anhalt
Stadtsparkasse Magdeburg
IBAN: DE54 8105 3272 0032 9500 55
BIC: NOLADE21MDG

Kontakt

Sie möchten Fragen, Anregungen oder Wünsche an die Landesgruppe Sachsen-Anhalt richten? Melden Sie sich jederzeit gerne per Mail: sachsen-anhalt@dvjj.de

Der Vorstand

Prof. Dr. Jens Borchert
Vorsitzender
Professor für Sozialarbeitswissenschaft, Hochschule Merseburg

Prof.’in Dr. Daniela Trunk
1. Geschäftsführerin
Professorin für Kriminalistik, Kriminologie, Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg

Hagen Ohlendorf
2. Geschäftsführer
Jugendhilfe im Strafverfahren,
Dessau-Roßlau

Franziska Mauer
Kassenführerin
Besondere Soziale Dienste, Jugendgerichtshilfe
Halle (Saale)

Dr. Maruta Herding
Beisitzerin
Wissenschaftliche Referentin
Deutsches Jugendinstitut
Halle (Saale)

Kai Ritter
Beisitzer
Jugendgerichtshilfe
Halle (Saale)

Lukas Knauer
Beisitzer
Jugend- und Familienzentrum St. Georgen e. V.
Halle (Saale)

Sie haben Fragen oder Interesse, die Landesgruppe Sachsen-Anhalt zu unterstützen? Kontaktieren Sie uns gerne: sachsen-anhalt@dvjj.de

Veranstaltungen der Landesgruppe Sachsen-Anhalt

Vergangene Veranstaltungen

Die Landesgruppe Sachsen-Anhalt der DVJJ lud zur Fachtagung 2026 zum Thema „Jugendkriminalität: Individuelle Reaktionen auf abweichendes Verhalten im Wandel gesellschaftlicher Verhältnisse“ ein. Die Veranstaltung wurde erneut mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt sowie des Justizzentrums Magdeburg durchgeführt.

Tagungsbericht zum Fachtag der Landesgruppe Sachsen-Anhalt der DVJJ

Die DVJJ-Landesgruppe Sachsen-Anhalt hat sich neu aufgestellt. Während die Landesgruppe vor der Covid-19-Pandemie sehr aktiv gewesen war, war sie in den letzten Jahren zunächst weniger sichtbar – dies hat sich nun geändert: Neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter konnten gewonnen und der Vorstand erweitert werden. So gelang es der Landesgruppe, nach drei Jahren erneut einen Fachtag auszurichten. Im bewährten Rahmen des Justizzentrums Magdeburg sollten zentrale Elemente des ehrenamtlichen Engagements wieder stärker belebt werden: Fortbildung, fachlicher Austausch und Vernetzung derjenigen, die im Jugendstrafverfahren sowie in angrenzenden Bereichen der Jugendhilfe tätig sind. Unter dem Titel „Jugendkriminalität: Individuelle Reaktionen auf abweichendes Verhalten im Wandel gesellschaftlicher Verhältnisse“ kamen am 26. Juni 2026 Fachleute und Interessierte aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen.

Ausgangspunkt der Tagung war ein aktuelles Spannungsfeld: Einerseits ist Jugendkriminalität im bundesweiten Langzeitvergleich weiterhin rückläufig. Andererseits zeigen sich punktuell erhöhte Belastungen, die auf ungünstige Entwicklungen in einzelnen Sozialräumen und Lebenslagen hinweisen können. Jugendliche wachsen heute in komplexeren Lebenswelten auf als frühere Generationen. Sie bewegen sich selbstverständlich sowohl in analogen als auch in digitalen Räumen. Hinzu kommen globale Krisen, gesellschaftliche Verwerfungen und eine zunehmende Beschleunigung sozialer Prozesse, deren Auswirkungen gerade für junge Menschen spürbar sind. Die Fachtagung griff diese Entwicklungen auf und lud dazu ein, gemeinsam Impulse für eine zeitgemäße fachliche Praxis zu entwickeln.

Im Mittelpunkt standen mehrere Leitfragen: Wie entwickelt sich Jugendkriminalität gegenwärtig vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen? Welche Reaktionen auf jugendliche Delinquenz sind fachlich angemessen? Und welche alternativen Formen des Umgangs mit abweichendem Verhalten können junge Menschen wirksam unterstützen, ohne sie vorschnell zu stigmatisieren?

Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof.in Dr. Daniela Trunk von der Hochschule der Polizei Brandenburg und Dr.in Maruta Herding vom Deutschen Jugendinstitut in Halle (Saale). Als Referenten konnten Lukas Boll vom Landeskriminalamt Niedersachsen und Bernd Holthusen vom Deutschen Jugendinstitut in München gewonnen werden. Die anschließende Podiumsdiskussion bereicherten Prof.in Dr. Theresia Höynck von der Universität Kassel und Lukas Knauer vom Jugend- und Familienzentrum Sankt Georgen e.V. Halle (Saale) mit ihrer fachlichen Expertise.

Nach einer thematischen Einführung durch Prof.in Dr. Daniela Trunk eröffnete Lukas Boll (LKA Niedersachsen) den fachlichen Teil mit aktuellen Befunden aus der Polizeilichen Kriminalstatistik Niedersachsen. Er erläuterte die Aussagekraft und die Grenzen dieser Daten und ordnete sie zugleich in den gesellschaftlichen Kontext ein, in dem sie entstehen. Sein Beitrag bot einen differenzierten Einblick in aktuelle Entwicklungen der Jugendkriminalität. Dabei wurden sowohl regionale Bezüge in Niedersachsen als auch zeitliche Veränderungen in unterschiedlichen Sozialräumen sichtbar. Die Age-Crime-Curve weist für Niedersachsen (wie auch in anderen Regionen des Landes) bei einzelnen Delikten auf eine Vorverlagerung hin zu jüngeren Jugendlichen und Kindern hin. Diese Entwicklung kann als Hinweis auf belastete Lebenssituationen und erhöhte Unterstützungsbedarfe verstanden werden.

Der Vortrag von Bernd Holthusen (Deutsches Jugendinstitut München) mit dem Titel „Zur weitreichenden Bedeutung der Ambulanten Sozialpädagogischen Angebote (ASA) für das Jugendstrafverfahren“ stellte die fachlichen Potenziale ambulanter Maßnahmen heraus. Bernd Holthusen konnte bereits mit Blick auf den Gesetzesentwurf für das JGG aus dem Jahr 1989 zeigen, dass die damals „Neuen Ambulanten Maßnahmen“ sich zum Kernelement des Jugendstrafrechts entwickelten. Heute als „Ambulante Sozialpädagogische Angebote“ (ASA) bezeichnet, zählen dazu beispielsweise Betreuungsweisungen, Täter-Opfer-Ausgleich oder soziale Trainingskurse, Leseweisungen und andere ambulante Angebote, die durch Jugendgerichte als Weisungen ausgesprochen werden können. Diese eignen sich dazu – entlang der Erkenntnisse aus über 35 Jahren der Forschungs- und Anwendungspraxis –, freiheitsentziehende Sanktionen wie Jugendarrest und Jugendhaft, aber auch Geldstrafen weitgehend zu ersetzen, ohne dass sich dadurch die Rückfallgefahr erhöht.

Bezug nahm Bernd Holthusen auf mehrere empirische Studien, wie das Jugendgerichtsbarometer, das Jugendgerichtshilfebarometer sowie eine ASA-Pilotstudie, an denen er selbst beteiligt war. Anhand einer Vielzahl von erhobenen Daten konnte nachgewiesen werden, dass eine Reihe von Chancen und Entwicklungspotenzialen vorhanden sind, die u. a. im Gebiet der gemeinsamen Weiterentwicklung der ambulanten Angebotsstruktur durch Jugendhilfe und Justiz sowie Jugendstaatsanwaltschaft liegen. Hierbei verwies er insbesondere auf die in der Praxis noch unzureichende Umsetzung des § 46a JGG, welcher die Einbeziehung der Jugendhilfe im Strafverfahren / Jugendgerichtshilfe durch die Jugendstaatsanwaltschaft vor Anklageerhebung vorsieht. Folglich werden in der Verbesserung der Zuweisungsprozesse im Rahmen der Kooperation zwischen Jugendhilfe im Strafverfahren, der Jugendstaatsanwaltschaft und den Jugendgerichten Entwicklungspotentiale gesehen.

Im Anschluss an die Vorträge bestand Gelegenheit zum fachlichen Austausch unter den Teilnehmenden. Daran schloss sich die von Maruta Herding moderierte Podiumsdiskussion an, in der die zuvor gesetzten Impulse aufgegriffen und vertieft wurden. Lukas Knauer veranschaulichte dies anhand der Erfahrungen aus der Praxis. Das in Halle seit zwei Jahren bestehende Angebot umfasst ein breites Spektrum ambulanter Maßnahmen – von Erziehungsgesprächen über deliktspezifische Gruppenangebote bis hin zu Intensivkursen bei Gewaltdelikten sowie Betreuungsweisungen und individueller Einzelfallarbeit. Die Maßnahmen werden konsequent an den Bedürfnissen der Jugendlichen und Heranwachsenden ausgerichtet und bei Bedarf flexibel ergänzt. Mit einer Quote von mehr als 90 Prozent positiver Erfüllungsmeldungen zeigen die Erfahrungen eine hohe Wirksamkeit der Angebote. Besonders erfolgreich erweisen sich individuelle, längerfristige Begleitungen, da sie nicht nur Aufklärung und die Auseinandersetzung mit der Straftat ermöglichen, sondern auch die Lebensbedingungen der jungen Menschen nachhaltig verändern können. Als wesentlicher Erfolgsfaktor wurde die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen hervorgehoben. So ist die vertrauensvolle Kooperation zwischen Jugendgerichtshilfe, Jugendgericht, Staatsanwaltschaft sowie der regelmäßige Austausch ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dass rund die Hälfte der Maßnahmen bereits im Rahmen der Diversion nach § 45 JGG durchgeführt wird und passgenau auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmt werden kann, unterstreicht das Potenzial ambulanter sozialpädagogischer Angebote. Die Diskussion machte deutlich, dass die Stärkung Ambulanter Sozialpädagogischer Angebote nicht nur kriminalpolitisch sinnvoll erscheint, sondern jungen Menschen frühzeitig tragfähige Alternativen eröffnet und damit einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung weiterer Straffälligkeit leisten kann. Deutlich wurde dabei unter anderem, dass Diversion weiterhin gestärkt werden sollte. Ambulante, individuell passgenaue Maßnahmen mit geringen Abbruchrisiken verdienen aus fachlicher Sicht Vorrang vor pauschalen Interventionen, die an der Lebenswelt junger Menschen vorbeigehen. Zugleich wurde betont, dass sozioökonomische Faktoren und somit eine umsichtige Sozialpolitik nach wie vor erheblichen Einfluss auf Entwicklungs- und Teilhabechancen haben. Vor dem Hintergrund aktueller Veränderungen in den Sozialsystemen erscheint eine weitere Verschlechterung der Lage besonders junger und belasteter Menschen nicht ausgeschlossen.

Die Rückmeldungen zur Veranstaltung fielen ermutigend aus. Sie zeigen, dass die Arbeit der DVJJ-Landesgruppe Sachsen-Anhalt mit großem Engagement und spürbarem Rückhalt aus Jugendhilfepraxis, Justiz und weiteren beteiligten Professionen fortgeführt werden kann. Für die Zukunft steht insbesondere die Gewinnung weiterer Mitglieder im Fokus – auch aus dem polizeilichen Bereich. Der Fachtag machte damit nicht nur fachliche Herausforderungen sichtbar, sondern auch das Potenzial einer lebendigen, interdisziplinären Zusammenarbeit im Jugendstrafrecht.

Der Vorstand der Landesgruppe möchte an dieser Stelle nicht versäumen, für die tatkräftige Unterstützung bei der Organisation der Tagung zu danken: Der Dank gilt dem Landespräventionsrat Sachsen-Anhalt, insbesondere Daniela Anderson, sowie dem Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, besonders Dr.in Antje Hoffmann, und dem Justizzentrum Magdeburg, namentlich Rebecca Ziebell, sowie den Technikern des Hauses.

Für die Landesgruppe Sachsen-Anhalt

Daniela Trunk
Lukas Knauer
Hagen Ohlendorf
Jens Borchert

Am 31. März 2023 fand im Justizzentrum Magdeburg in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Justiz und Gleichstellung Sachsen-Anhalt die Fachtagung zum Thema „Aktuelle Herausforderungen für die Jugendstrafrechtspflege: politischer und religiöser Extremismus“ statt.

Als Referierende waren Pascal Kleeßen, Christoph Beyer, Jens Borchert und Daniela Trunk dabei. Nähere Informationen sowie den Ablauf der Veranstaltung finden Sie hier.

Am 08. November 2019 fand im Justizzentrum Magdeburg mit freundlicher Unterstützung des Justizministeriums des Landes Sachsen-Anhalt die jährliche Fachtagung der DVJJ Landesgruppe Sachsen-Anhalt statt.

Als Referent*innen sprachen Bernd Holthusen (DJI, München) und Jugendrichterin Maria Kleimann (DVJJ-Vorstand, Hannover).

Im Anschluss fand die Mitgliederversammlung statt.

In den zurückliegenden Jahren war der Anteil der Menschen gestiegen, die aus anderen Ländern nach Deutschland aus humanitären, politischen wie auch sozialen Gründen immigrierten. Unter ihnen waren zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Vielschichtig sind die Aspekte, die bei der Integration zu beachten sind. Allein darin liegt schon eine besondere Herausforderung für die involvierten Professionen.

Es wurden aktuelle Forschungsergebnisse zu Entwicklungsverläufen bei Kindern und Jugendlichen vorgestellt, die in eine Radikalisierung und damit unter Umständen in Gewaltbereitschaft und sogar in Gewaltausübung münden können. Im zweiten Referat wurden Handlungsempfehlungen zu einer best practice im Umgang mit jungen Zuwanderern vorgestellt, die problematischen Entwicklungsverläufen entgegenwirken oder hilfreich für ein erfolgreiches Konfliktmanagement der involvierten Institutionen sein können.

Dr. Dominic Kudlacek (stellv. Direktor des KFN Niedersachsen in Hannover): „Religiöse Radikalisierung bei Kindern und Jugendlichen. Vulnerabilität, Verläufe und Möglichkeiten der Prävention“. Aktuelle Befunde aus der Forschung des KFN, insbes. des Projekts RaDigZ (BMBF gef.)

Kathleen Neundorfer (Mitarbeiterin am LS für öffentliches Recht und Mitglied der Forschungsstelle Migrationsrecht der Universität Halle): „Migrationsrecht bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Praxis und Rechtsstandards.“

Im Anschluss fand die Mitgliederversammlung statt. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Kriminalität und andere Risikofaktoren im Kindesalter als Herausforderung für Jugend- und Familiengerichte sowie der Jugendhilfe.

Eine Herbsttagung der DVJJ Landesgruppe Sachsen-Anhalt fand auch 2016 in der Landeshauptstadt Magdeburg statt. Der thematische Schwerpunkt lag dabei auf der Kriminalität im Kindesalter und dem Familienrecht.

Am 09. Oktober 2015 tagte die Landesgruppe Sachsen-Anhalt der DVJJ im Justizzentrum Magdeburg. Diese richtete sich primär an Professionelle der Jugendarbeit bspw. aus den Bereichen Schule, Justiz, Polizei und Sozialer Hilfe.

Dabei gab es zunächst zwei Einführungsreferate zum Landesvollzugsgesetzbuch. Zum einen aus der Sicht des Ministeriums durch Staatssekretär Herrn Th. Wünsch, zum anderen aus der Sicht der JA Raßnitz durch deren Leiter, Herrn K.-D. Schmidt. Im Anschluss daran gab es einen Praxisaustausch der Teilnehmenden aus den verschieden Bereichen. Dabei wurde vor allem thematisiert, welche verschiedenen Erwartungen Justiz, Jugendgerichtshilfe, Bewährungshilfe und Freie Träger vom Jugendstrafvollzug, insbesondere vom Übergangsmanagement, der U-Haft und dem offenen Vollzug haben. Gleichermaßen konnte im Zuge der Tagung in Kooperation mit der JVA Raßnitz eine Besichtigung selbiger am 23. Oktober 2015 realisiert werden. Im Anschluss daran konnte noch einmal direkt Vorort das aktuelle Übergangsmanagement erörtert werden.

Nach der erfolgreichen Mitgliederversammlung im Anschluss an die Tagung, ging Frau Kristin Schmücker als zukünftige Kassenwärtin hervor. Sie ist von nun an verantwortlich für die Verwaltung der Finanzen der DVJJ Landesgruppe Sachsen-Anhalt. Herr Breymann trat auf eigenen Wunsch hin als Geschäftsführer zurück. An seine Stelle trat als stellvertretende Geschäftsführerin Frau S. Lehmann, die Direktorin der AG Schönebeck.

Am 21. November 2014 tagte die Landesgruppe Sachsen-Anhalt der DVJJ im Justizzentrum Magdeburg. Diese Tagung fand in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Justiz und Gleichstellung Sachsen-Anhalt statt.

Nach einleitenden Worten durch Prof. Dr. K.-D. Bussman, hielt Herr H. Rademacher (ehm. DJI, München) das Hauptreferat zum Thema „Schulversäumnisse – ein Thema für Schule und Jugendhilfe“. Im Anschluss daran gab es drei verschiedene Podiumsdiskussionen. Zum einem zu aktuellen Entwicklungen im Umgang mit Schulverweigerern im Land Sachsen-Anhalt, zum anderen bezüglich der Erwartungen an die Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt und im Weiteren zur Fragestellung, welche Wünsche und Anforderungen diesbezüglich an die Justiz gestellt werden können.

Kooperationspartner dieser Tagung waren das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) und das Landesschulamt (LSchA). Hauptreferent war Bernd Holthusen vom DJI, München.

Es fanden drei Panelsessions mit weiteren Referent*innen aus der Sozialen Arbeit, der Justiz, dem schulischen Bereich und der Wissenschaft statt. Die Veranstaltung fand im Justizzentrum Magdeburg statt.

Referent Dr. Wilfried Huck, LWL- Universitätsklinik Kinder- und Jugendpsychiatrie, Hamm.
Den Vortrag finden Sie als Download hier.

Die Veranstaltung fand im Justizzentrum Magdeburg statt.

Referat zum Thema „Positive Peerkulturansätze mit sozial belasteten Kindern und Jugendlichen“, Prof. Dr. Günther Opp, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Referat zum Thema „Hirnstrukturelle Konsequenzen von frühkindlichen Stress- und Deprivationserfahrungen“, PD Dr. Jörg Bock, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

Die Veranstaltung fand im Justizzentrum Magdeburg statt.

Einleitender Vortrag zu neuen Befunden aus der Strafvollzugspraxis von Prof. Dr. B. Villmow, Universität Hamburg

Zur Situation in der JVA Magdeburg, Regierungsdirektor W.-R. Richter JVA Magdeburg

Die Veranstaltung fand in der JVA, bzw. im Gerichtskomplex Sudenburger Wuhne, Magdeburg statt.

Führung und Gespräch in der Jugendvollzugsanstalt Raßnitz mit dem Leiter Herrn Schmidt
Referat zum Thema „Vom Schaden und Nutzen freiheitsentziehender Maßnahmen im Jugendalter“, Dr. D. Trunk, MLU Halle-Wittenberg

Führung und Gespräch in der Jugendarrestanstalt Halle mit dem Vollstreckungsleiter Herrn Ri Budtke
Referat zum Thema „Die „Pädagogik“ des Arrestvollzuges. Der Stand des kriminologischen Wissens zum Jugendarrest“, Dr. D. Trunk, MLU Halle-Wittenberg

Abschlussveranstaltung im Ministerium der Justiz Magdeburg mit Vertretern aus Justiz, den sozialen Diensten und der Politik
Referat zum Thema „Was bietet der Vollzug, was erwartet die Praxis?“, Prof. Dr. K.-D. Bussmann und Dr. D. Trunk, MLU Halle-Wittenberg